Gender-Quiz

Ergebnisse

#1 Dürfen Frauen schon immer in DFB-Vereinen Fußball spielen?

Der Deutsche Fußballbund (DFB) verbot von 1955 bis 1970 das Fußballspielen von Frauen mit der Feststellung: „Im Kampf um den Ball verschwindet die weibliche Anmut, Körper und Seele erleiden unweigerlich Schaden und das Zurschaustellen des Körpers verletzt Schicklichkeit und Anstand.“ (Quelle: dfb.de) Einstimmig beschließt der DFB „aus ästhetischen Gründen und grundsätzlichen Erwägungen“ und unter Androhung von Strafe bei Zuwiderhandlung „unseren Vereinen nicht zu gestatten, Damenfußball-Abteilungen zu gründen oder Damenfußball-Abteilungen bei sich aufzunehmen, unseren Vereinen zu verbieten, soweit sie im Besitz eigener Plätze sind, diese für Damenfußballspiele zur Verfügung zu stellen, unseren „Schieds- und Linienrichtern zu untersagen, Damenfußballspiele zu leiten.“ (DFB Jahrbuch 1955)

#2 Was durften Männer ihren Frauen bis 1977 in Deutschland verbieten?

Gemäß des „Haushaltsparagraphen“ war die Frau in erster Linie zur Haushaltsführung, der Mann zum finanziellen Unterhalt der Familie verpflichtet. Die Ehefrau durfte nur dann berufstätig sein, wenn sie dadurch ihre „familiäre Verpflichtung“ nicht vernachlässigte. Wenn die Einkünfte des Mannes für den Familienunterhalt nicht reichten, war sie dagegen verpflichtet zu arbeiten. Im Beruf oder Geschäft des Mannes musste sie mitarbeiten, „soweit dies nach den Verhältnissen, in denen die Ehegatten leben, üblich ist.“ Für diese Mitarbeit innerhalb des Üblichen bekam sie keinen Lohn.

#3 Seit wann haben Frauen in Deutschland das Wahlrecht?

Im internationalen Vergleich bekamen Frauen in Deutschland relativ früh das Wahlrecht und zwar im Jahre 1918, erstmals wählen durften sie dann am 19. Januar 1919. Zum Vergleich: Finnland führte das Frauenwahlrecht bereits 1906 ein, Norwegen 1913 und Dänemark 1915. In den USA gibt es das Wahlrecht für Frauen seit 1920, Großbritannien und Irland seit 1928, in der Türkei seit 1930, Frankreich, Italien und Belgien erst nach dem zweiten Weltkrieg 1945. Die Schweiz führte das Frauenwahlrecht erst im Jahr 1971 ein, im letzten Kanton Appenzell-Innerhoden durften Frauen sogar erst 1990 zur Wahl gehen.

#4 Wie hoch ist der statistische Verdienstabstand zwischen Männern und Frauen

Die statistisch ermittelte Differenz zwischen den durchschnittlichen Brutto-Stundenlöhnen der Männer und denen der Frauen beträgt 21 Prozent (Stand 2017). Diese Ungleichbewertung von Erwerbsarbeit sagt einiges aus über den erreichten Stand der Gleichberechtigung der Geschlechter in Deutschland. Der jährlich am 18. März stattfindende „Equal Pay Day“ macht darauf aufmerksam.

#5 Wie hoch ist der Anteil an weiblichen Professorinnen in Deutschland?

Der Anteil an Frauen, die in Deutschland als Professorinnen arbeiten beträgt mit Stand 2015 22,7 Prozent. Damit ist nur etwas mehr als jede Fünfte Professur mit einer Frau besetzt.

#6 Wie hoch ist der Frauenanteil in Vorständen der 200 größten Unternehmen in Deutschland?

Im Jahr 2016 betrug der Anteil von Frauen in den Vorständen der 200 größten Unternehmen lediglich 8 Prozent.

#7 Wie hoch ist der Frauenanteil im rheinland-pfälzischen Landtag?

Von derzeit 101 Landtagsabgeordneten, die über wichtige Gesetze und die Verteilung von Geldern in Rheinland-Pfalz entscheiden, sind 36 weiblich. Das macht ca. 35,6 Prozent Frauenanteil.

#8 Wie hoch ist der Anteil von Frauen im Deutschen Bundestag?

Im Jahr 2017 wurde der Deutsche Bundestag neu gewählt mit einem deutlich schlechteren Ergebnis für die Beteiligung von Frauen im höchsten Gesetzesorgan der Bundesrepublik. Insgesamt sind nur 30 Prozent der Abgeordneten weiblich. Spannend ist auch die Verteilung nach Parteien. Währen Grüne und Linke mehr Frauen als Männer in ihrer Fraktion haben, schafft es die AfD gerade so auf 10 Prozent. Die Verteilung im Überblick:

CDU/CSU: 19,9 Prozent

SPD: 41,8 Prozent

AfD: 10,8 Prozent

FDP: 23,8 Prozent

Die Linke: 53,6 Prozent

Bündnis 90/Die Grünen: 58,2 Prozent

 

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